Heilfasten nach Buchinger

27.Mai 2010  |  Kategorie: Ernährung  |  Kommentar schreiben  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Die Fastenmethode nach Buchinger(Saftfasten)

Die Fastenmethode nach Buchinger wird auch als Tee- oder Saftfasten bezeichnet, da man neben Wasser auch Tee, Gemüsebrühe und Säfte zu sich nimmt (täglich etwa 3-4 Liter). Der Arzt Otto Buchinger entwickelte diese Kur nachdem er festgestellt hatte, dass ein kompletter Verzicht auf Nährstoffe (wie etwa beim so genannten Totalfasten, bei dem man ausschließlich Wasser zu sich nimmt) den Körper zu sehr belastet. Durch die Ergänzung um Säfte, Honig und Gemüsebrühe dagegen, werde zumindest der Minimalbedarf an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen gedeckt. Auf diese Weise nimmt man während der Buchinger-Kur täglich etwa 250 Kalorien zu sich.

Immer wieder wird behauptet, durch die Buchinger-Methode könnten chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Gicht, Migräne oder Fettstoffwechselstörungen gelindert oder gar geheilt werden. Solche Aussagen sind jedoch in keinster Weise belegt und gehören ins Reich der leeren Versprechungen. Zwar kann eine Fastenkur dazu führen, dass man sich danach gesünder, fitter und leichter fühlt – mehr sollte und darf man jedoch nicht erwarten!

Die Buchinger-Kur kann etwa 1-2 Wochen durchgeführt werden. In Einzelfällen kann man die Kur auch auf 3-4 Wochen ausweiten, allerdings sollte man dann verstärkt einen Arzt zu Rate ziehen, um Risiken auszuschließen.

Der Fastenplan für eine Woche
Entlastungstag: Die Fastenkur beginnt mit einem Entlastungstag. Heute trinkst Du bereits möglichst viel Tee, Wasser und etwas Saft. Auf Kaffee, Alkohol, Zucker und Zigaretten solltest Du ab heute verzichten. Auf dem Speiseplan stehen leicht verdauliche, ballaststoffreiche Nahrungsmittel, etwa gedünstetes Gemüse, Reis oder Kartoffeln.

1. Tag: Heute beginnt der erste Tag ohne feste Nahrung. Um den Darm vor Beginn der Fastenkur von „Ballast“ zu befreien, wird er morgens mit Hilfe von Glaubersalz entleert. Glaubersalz bekommst Du in jeder Apotheke. Zum Frühstück gibt es Tee (z.B. einen speziellen Fastentee), mittags darf es ein Glas Saft (ohne Zuckerzusatz) oder eine Gemüsebrühe sein, genauso abends. Zwischendurch sollte man immer wieder ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee trinken – hier gilt: je mehr, desto besser.

2. Tag: Dieser Tag verläuft genau wie der erste Fastentag, nur dass heute auf die Darmentleerung verzichtet werden kann.

3. Tag: Heute beginnt der Tag wieder mit einer Darmentleerung mit Hilfe von Glaubersalz. Auch heute gibt es mittags und abends ein Glas Saft oder eine Gemüsebrühe – diese sollte aus frischem Gemüse zubereitet werden und nicht aus der Tüte stammen. Dazwischen weiterhin viel trinken, nicht vergessen: 3-4 Liter sollten es täglich sein.

4. Tag: Wie Tag 2.

5. Tag: Wie Tag 1 und 3.

6. Tag – Aufbautag 1: Der Körper muss nun langsam wieder an normale Nahrung gewöhnt werden. Zum Fastenbrechen empfiehlt sich ein frischer Apfel, den Du langsam essen und gründlich kauen solltest. Den ganzen Tag über solltest Du weiterhin viel Tee und Wasser trinken. Mittags kannst Du zum Beispiel einen Naturjoghurt mit etwas Obst darin essen. Abends ist eine frische Gemüsesuppe am besten, die den Darm über Nacht nicht belastet. Auch ein bis zwei Scheiben Knäckebrot mit leichtem Kräuterquark sind in Ordnung.

7. Tag – Aufbautag 2: Genauso wie der erste Aufbautag. Alternativ kannst Du zum Mittag- oder Abendessen auch eine Pellkartoffel essen.

Wenn Du länger als eine Woche fasten willst, müssen auch mehr Aufbautage eingelegt werden. Die Faustregel lautet: auf drei Fastentage kommt ein Aufbautag.

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