Ernährung und Bewegung senken Osteoporose-Risiko

30.September 2009  |  Kategorie: Wissenswertes  |  Kommentar schreiben  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Schätzungsweise vier bis sechs Millionen vor allem ältere Menschen leiden in Deutschland an Osteoporo­se. Das Tückische: Den schleichenden Verlust an Kno­chenmasse spürt man nicht und Schmerzen setzen oft erst im fortgeschrittenen Stadium ein.

Anlässlich des Weltoste­oporosetages am 20. Oktober machen die Apotheker in Nordrhein auf die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, aufmerksam und geben Tipps, wie man der Krankheit vor­beugen kann.

Prävention ist einfach
„Es gibt viele einfache Möglichkeiten der Prävention”, sagt Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. „Und das Gute: Jeder kann etwas für seine Kno­chen tun, je eher desto besser.” Die wichtigsten Maßnah­men im Kampf gegen Osteoporose sind regelmäßige Bewe­gung und eine ausgewogene Ernährung. Je stärker der Knochenaufbau in der Kindheit gefördert wird, desto gerin­ger ist die Gefahr, im Alter an Osteoporose zu erkranken. „Bereits in jungen Jahren wird die Basis für eine hohe Kno­chendichte gelegt”, so Werner Heuking. „Die Knochenmas­se baut sich bis zu einem Alter von etwa 30 Jahren auf. Die nächsten zehn Jahre hält sie sich auf konstantem Ni­veau und spätestens mit Mitte 40 beginnt der langsame, aber stetige Abbau.” Dies sei ein ganz natürlicher Vorgang. Die Bausubstanz könne aber beeinflusst werden. „Zu den wichtigsten Bausteinen zählen Calcium und Vitamin D. Ge­rade in den Jahren des Aufbaus sollte darin kein Mangel herrschen. Aber auch im Alter sind Calcium und Vitamin D wichtig, um den Abbau der Knochendichte so lange wie möglich aufzuhalten.”

Regelmäßige Bewegung
Zum Schutz vor Osteoporose sei es daher wichtig, eine Doppelstrategie zu nutzen, raten die Apotheker in Nordrhein. Neben der calciumreichen Ernährung mit Milch und Milchprodukten wie Joghurt, Quark oder Käse ist aus­reichend Sonnenlicht zur Vitamin-D-Produktion wichtig.

Weiter raten die Apotheker, sich regelmäßig zu bewegen. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie bei­spielsweise Jogging, Walking, Wandern, aber auch Schwimmen, Gymnastik oder Tanzen. „Bewegung und da­mit Belastung ist für den Knochen lebenswichtig. Sie för­dert den Knochenaufbau und dient somit der Osteoporose­prophylaxe.” In den vergangenen Jahren sind auch immer mehr jüngere Menschen ab dem 35. Lebensjahr an Osteo­porose erkrankt. „Häufig sind diese Kranken starke Rau­cher.”

Vielfältige Ursachen
Menschen, die bereits an Osteoporose leiden, sollten vor al­lem diszipliniert und therapietreu sein. „Viele Patienten bre­chen ihre Therapie vorzeitig ab oder halten sich nicht an die vorgegebene Dosierung ihrer Medikamente. Durch intensive Beratung können wir mögliche Einnahmefehler erkennen und immer wieder auf die Bedeutung der Therapietreue hinweisen”, erklärt der Apotheker. „Ziel ist es, eine hohe Lebensqualität möglichst lange zu erhalten und schmerz­hafte Brüche zu vermeiden. Dazu wollen wir durch Aufklä­rung einen wichtigen Beitrag leisten.”

Ursachen für Osteoporose:

  • Familiäre Veranlagung
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Ernährungsfehler, also Mangel an Calcium und Vitamin D
  • Bewegungsmangel
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
(Quelle: ratgebergesund.de)

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