Die Michael-Jackson-Diät: Eine Dauer-Hungerkur?

17.Juli 2009  |  Kategorie: VIP's  |  1 Kommentar  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Jacko brachte kurz vor seinem Tod nur noch 50 Kilogramm auf die Waage – und das bei einer Grösse von 1,80 Metern. Ein Umstand der Spekulationen nährt, der «King of Pop» hätte unter einer krankhaften Essstörung gelitten. Doch Experten vermuten hinter Jacksons karger Nahrungszufuhr einen ganz anderen Grund.

Die vor wenigen Tagen veröffentlichten Video-Clips, die Michael Jackson während seiner letzten Konzertprobe zeigen, hielten uns ein erschreckendes Bild des «King of Pop» vor Augen. Der am 25. Juni verstorbene Pop-Gigant war äusserst mager und die Autopsie des Sängers bestätigte: Jackson wog nur noch 50 Kilogramm – viel zu wenig für einen 1,80 Meter grossen Mann.

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung?
Kaum waren die Meldungen um Jacksons starkes Untergewicht veröffentlicht, war auch schon ein neues Krankheitsbild für den ohnehin massiv gesundheitlich angegriffenen und fragilen Popstar gefunden. So titelten diverse Klatschblätter: «War Michael Jackson magersüchtig?» Personen, die sich über mehrere Jahre im näheren Umfeld des Stars aufhielten, glauben nicht daran: «Er achtete sehr darauf, was er zu sich nahm. Ihm war eine gesunde Ernährung äusserst wichtig», sagt Kevin McLin, ein Freund der Jackson-Familie in einem Interview mit «abcnews.com». McLin zufolge soll Jackos Speiseplan abwechslungsreich und ausgewogen gewesen sein: «Er ass Truthan-Burger, Chinesisches und jede Menge Gemüse. Rotes Fleisch rührte er nicht an.» Mike LaPerruque, ein Sicherheitsspezialist, der zwischen 2001 und 2004 sowie von 2007 bis 2008 für Jackson arbeitete, bestätigt dieses Bild: «Mir ist nie irgendetwas Ungewöhnliches in Bezug auf Michaels Essgewohnheiten aufgefallen.»

Training, Presserummel, Medikamente und eine Mahlzeit am Tag?
Ob Michael Jacksons Kalorienzufuhr ausreichte, muss trotzdem stark bezweifelt werden. Andere Vertraute, die sich wenige Wochen vor seinem Tod in unmittelbarer Nähe des Sängers aufhielten, schildern ein anderes Bild. Randy Phillips, CEO des Konzert-Promoters, glaubte nicht daran, dass Jackson regelmässig und ausreichend ass: «In der letzten Woche vor seinem Tod habe ich extra jemanden eingestellt, der nur damit beschäftigt war, Michael ans Essen zu erinnern.» Auch Lou Ferrigno, Jacksons Personal Trainer ist fest davon überzeugt, dass Jackson zu wenig Nahrung zu sich nahm. Der Fitness-Instructor wunderte sich darüber, wie der Popstar überhaupt die Konzert-Reihe mit solch einem geringen Kalorienumsatz bewältigen wollte. Ferrigno nach soll der Superstar «nur eine Mahlzeit am Tag» eingenommen haben.

Medikamente liessen Jacko das Essen vergessen

Und doch: Die Spekulationen um eine krankhafte Essstörung Jacksons hält Keith-Thomas Ayoob, Ernährungsmediziner am Albert-Einstein-College für Medizin in New York für wenig stichhaltig: «Er litt vermutlich nicht an einer psychisch bedingten Essstörung wie einer Anorexie.» Vielmehr vermutet der Experte, Jackos täglich eingenommener Medikamenten-Cocktail habe zu Appetitlosigkeit geführt: «Eine Mahlzeit am Tag ist viel zu wenig, aber nicht untypisch für jemanden, der so viele Medikamente zu sich nimmt», weiss Ayoob und erklärt: «Wenn er wirklich regelmässig Demerol (Pethidin) bekam», (20 Minuten Online berichtete) «könnte sein Hungergefühl durch die Arznei einfach ausgeschaltet worden sein.»
Auch der Druck schlug dem «King of Pop» vermutlich auf den königlichen Magen: Welcher gesundheitlich schwer angeschlagene 50-Jährige mag schon ans Essen denken, wenn ihm eine anstrengende Welttournee bevorsteht?

Kommentare

1 Kommentar zu “Die Michael-Jackson-Diät: Eine Dauer-Hungerkur?”
  1. Presse sagt:

    ich glaub das alles gar nicht so

Hinterlasse einen Kommentar