Der innere Schweinehund

18.Oktober 2009  |  Kategorie: Ernährung  |  Kommentar schreiben  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Jeder von uns hat ein Haustier: den inneren Schweinehund. Besonders beim Abnehmen steht er uns im Weg.

Jedes Neujahr fassen wir gute Vorsätze – und müssen beschämt feststellen, dass wir die vom letzten Jahr wieder nicht eingehalten haben. Die Kilos haben sich vermehrt statt verringert, die Zigarette glüht noch immer und eine neue Sprache haben wir auch nicht gelernt. Warum fällt es uns nur so schwer, unsere Vorsätze, die wir überlegt und motiviert getroffen haben, langfristig umzusetzen? Und warum ist das besonders beim Abnehmen so schwer?
Regelmäßig Sport treiben
Der Psychologe Professor Dr. Reinhard Fuchs liefert dafür im “Diabetiker Ratgeber” eine Erklärung: “Wenn jemand motiviert ist, sein Leben zu ändern, es aber nicht schafft, fehlt ihm gewöhnlich die Fähigkeit, sich selbst zu steuern. Diese Fähigkeit kann man trainieren.” Man müsse sich bewusst machen, warum man sich zum Beispiel nicht regelmäßig bewegt. Da fallen uns gleich mehrere Dinge ein: So sind Sofa und die Daily Soap nach einem anstrengenden Arbeitstag wesentlich verlockender als die Aussicht, sich unter schwitzenden Mitmenschen seiner letzten Kräfte zu entledigen. Aber wer dauerhaft abnehmen will, muss auch was dafür tun. Am besten nimmt man die Sporttasche schon morgens ins Büro mit und fährt nach Feierabend nicht nach Hause, sondern ins Fitnessstudio. Und das eben nicht nur einmal im Schaltjahr, sondern regelmäßig.

Disziplin beim Essen
Auch beim Essen ist Disziplin angesagt. Wer nur ungesundes Essen einkauft oder gar als einziger in der Familie auf seine Ernährung achten will, hat es ungleich schwerer beim Abnehmen. Deswegen muss man die anderen darum bitten, die Entscheidung zu einem gesünderen Leben zu respektieren. Schließlich sollte das kein großes Problem sein, denn auch Vegetarier und Veganer werden schon lange nicht mehr nur als Randgruppen wahrgenommen, sondern auch auf den Speisekarten der Restaurants immer stärker berücksichtigt.

Doppelt schwer
Es geht beim Abnehmen also deswegen so schwer voran, weil doppelte Anforderungen gelten: Einerseits soll man Sport treiben, andererseits aber auch seine Ernährung umstellen. Das in den regelmäßigen Tagesablauf zu integrieren fällt schwer. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, und auch durch kleine Schritte kann man sich seinem Vorhaben langsam annähern. Beispielsweise könnte man erst ein paar Wochen sein Essverhalten umstellen, dann schrittweise den Sport miteinbeziehen. Oder mit Sport beginnen, dann die Ernährung anpassen. Denn schließlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier und integriert Veränderungen nur sehr langsam in seinen Alltag  Aber durch stetes Training bekommen Sie das bestimmt in den Griff. Dann kann Ihnen auch der innere Schweinehund nichts mehr anhaben.

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