Das Ernährungsverhalten in Deutschland

30.Juni 2009  |  Kategorie: Wissenswertes  |  Kommentar schreiben  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Die Auswertung einer bundesweit durchgeführten Befragung zum Lebensmittelverzehr zeigt, dass zwischen Gesundheit und Ernährungsgewohnheiten deutliche Zusammenhänge erkennbar sind. Die Erhebung ergab zudem, dass über die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig ist.

Zwischen 11/2007 und 01/2009 wurden bundesweit fast 20.000 Personen zwischen 14 und 80 Jahren zu ihrem Lebensmittelverzehr befragt. Es wurden Daten zum Ernährungswissen, Einkaufsverhalten, den Kochfertigkeiten und vieles mehr rund um die Ernährung erhoben. Des weiteren wurden Körpergröße und –gewicht, Angaben zur körperlichen Aktivität und weitere Lebensstilfaktoren ermittelt.

Die neue Studie belegt, dass auch in Deutschland immer mehr Bürgerinnen und Bürger Probleme mit ihrem Gewicht haben. 66% der Männer und 51% der Frauen sind übergewichtig. 20% sind adipös und damit gefährdet an Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes zu erkranken. Während der Anteil übergewichtiger junger Erwachsener in den letzten zehn Jahren deutlich anstieg, sank bei den Frauen über 30 Jahren der Anteil Übergewichtiger im gleichen Zeitraum je nach Altersgruppe um bis zu 8%.

Doch nicht nur das Körpergewicht, sondern auch Art und Weise der Ernährung wirken sich auf das Wohlbefinden aus. Die Risikowahrnehmung in der Bevölkerung ist jedoch eine andere: Zwar werden die Lebensmittel allgemein als sehr sicher beurteilt, aber auf die Frage nach den Risiken in Verbindung mit der Ernährung liegen Rückstände von Pestiziden, verdorbene Lebensmittel sowie Hormon- und Tierarzneimittelrückstände bei drei Viertel der Befragten ganz vorn. Eine einseitige Ernährung, zuviel Essen und zuwenig Bewegung erscheint den meisten weniger riskant, obgleich hier die weitaus größeren Gefahren für die eigene Gesundheit liegen.

Hier müssen wir uns mehr aufklären und den Bürgerinnen und Bürgern deutlich machen, was sie selbst tun können, um ihre eigene Gesundheit zu fördern und zu erhalten”, sagte Bundesminister Horst Seehofer bei der Vorstellung der Studie am 30. Januar in Berlin. Das BMELV wird mit dem Nationalen Aktionsplan Ernährung und Bewegung, einem Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen, auf die Ergebnisse der Studie reagieren.”

gelesen beim BMELV

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