Heimliche Dickmacher

7.April 2009  |  Kategorie: Wissenswertes  |  Kommentar schreiben  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Obwohl wir Kalorien zählen, Fett reduzieren und wenig Kohlenhydrate zuführen, werden wir immer dicker. Schuld könnten Zusatzstoffe in unserem Essen sein.

Geahnt haben wir es ja schon. Aber jetzt gibt es tatsächlich sehr reale Hinweise darauf, dass wir gar nicht so viel dafür können, wenn wir Speck ansetzen. Sondern dass wir dick gemacht werden. Und zwar unter anderem durch Zusatzstoffe in unserer Nahrung, die unser Gehirn verwirren. Wie? Sie richten in den Schaltzentralen durch falsche Signale nachhaltig Unheil an. Zum Beispiel versetzen sie das Gehirn derart in Erregung, dass es sich ständig von Unterversorgung bedroht sieht. Dann fordert es Essen – und wir gehorchen. Auch wenn der Rest des Körpers längst genug hat.

Deswegen werden wir dick. Zu utopisch, um wirklich wahr zu sein? Legionen von Wissenschaftlern sind der Frage auf der Spur, wie der Körper Nahrung zerlegt, an den Organismus weitergibt und so für seinen Fortbestand sorgt. Immer wichtiger wird der Aspekt, dass immer mehr Menschen so dick werden, dass sich daraus handfeste volkswirtschaftliche Belastungen ergeben – von den individuellen Problemen mal ganz abgesehen, die 20 Kilo Übergewicht und mehr mit sich bringen.

Geheimnis Stoffwechsel
Wie kann das sein, da doch gleichzeitig allerorten das Lied der gesunden Ernährung gesungen wird, die Zahl der Fitness-Studios ständig steigt und nur noch wagemutige Gourmets zu Vollfettrohmilchkäse statt zur Fünf-Prozent-Variante greifen? Es muss also irgendwo im Ernährungskreislauf heimliche Dickmacher geben, die uns die Modelfigur versauen.

Glutamat ist so ein Stoff, der immer wieder als Störer und Dickmacher ins Feld geführt wird. Der Journalist und Autor Hans-Ulrich Grimm nennt in seinem neuen Buch „Die Kalorienlüge“ noch andere Stoffe: „Aromen, Aluminium, Süßstoff und Weichmacher betrügen unseren Körper und stören die Appetitregulierung. Mit Fertignahrung nehmen wir sie unkontrolliert auf und setzen so die Übergewichtsspirale in Gang.“ Was ist dran an dieser Theorie?

Das selbstsüchtige Gehirn
Brain first! Solange unser Gehirn versorgt ist, sendet es keine Hungersignale. Faktoren wie Alkohol, TV oder falsches Essen können diese Mechanismen allerdings stören.
Professor Dr. Achim Peters erforscht an der Universität Lübeck die Entstehung von Übergewicht. Seine Untersuchungen basieren auf der von ihm entwickelten Theorie vom „Selfish Brain“, dem selbstsüchtigen Hirn. Das Gehirn versorgt sich selbst nämlich immer zuerst, indem es sich die Energie in Form von Glukose aus der Nahrung zieht – jedenfalls solange es fit ist und ungestört arbeiten kann. Erst danach kommen die anderen Organe dran.

Sind diese Mechanismen gestört, fließt die Energie zuerst in die anderen Organe – das Gehirn reagiert mit Hungersignalen. Es versorgt sich dann nicht mit dem Vorhandenen, sondern lässt von außen, durch Essen, neue Energie ankarren. Diese Störung führt schließlich zu Übergewicht. Einige Störer haben die Lübecker wissenschaftlich dingfest gemacht. Dazu gehören Hirntumore und Gendefekte sowie Traumata und chronischer psychosozialer Stress wie Einsamkeit oder Arbeitslosigkeit, der durch Alkohol, Fernsehen oder Schlafen und Essen begleitet wird.

Hunger statt Sättigung
Bestimmte Zusatzstoffe gaukeln dem Gehirn Energie vor, die in der Realität nicht geliefert wird. Häufig hat diese Schummelei Fressattacken und Übergewicht zur Folge.
Schwieriger ist die Beweislage bei Störern aus der Nahrung. Hans-Ulrich Grimm stellt eine Verbindung her zwischen sogenannten endokrinen Störern, also Weichmachern in Plastik, die hormonell wirken sollen, und Störungen in der Appetit-Sättigungs-Regulierung. Dazu Professor Peters: „Die Forschung auf diesem Gebiet steht noch am Anfang. Dass diese Stoffe Übergewicht auslösen könnten, ist zurzeit lediglich ein Denkansatz, den man ein beziehen kann. Dasselbe gilt auch für Aluminium.“

Er selbst forscht nicht auf diesem Gebiet. Tierversuche zu Bisphenol A, einem so genannten Plastikhormon, zeigten allerdings, dass die Aufnahme dieses Stoffs allein mit dem Trinkwasser zu Fresssucht und damit zu Übergewicht führen kann. Zumindest bei Ratten! Ebenfalls bei Ratten erforscht sind Falschsignale, die durch Süßstoff gegeben werden können. Man weiß inzwischen, dass Sensoren auf der Zunge auf Süßstoff mit einem Signal ans Gehirn reagieren, das Energie ankündigt.

Umstrittenes Glutamat
Leider kommt dann im Fall von Süßstoff keine wirkliche Energie, sondern nur ein kalorienfreies Molekül. Das Gehirn aktiviert aber schon mal den Stoffwechselprozess inklusive Insulinausschüttung – und läuft ins Leere. Das Ergebnis: Irritation. Eine Reaktion auf diese Verunsicherung ist vermehrtes Essen, mit Übergewicht als Folgeerscheinung. Bleibt das umstrittene Glutamat, das Hans-Ulrich Grimm ebenfalls mit Übergewicht in Verbindung bringt. Die natürlicherweise in allen proteinhaltigen Lebensmitteln enthaltene Aminosäure wird von der Nahrungsmittelindustrie jeder Tütensuppe und auch jedem Fertiggericht tonnenweise untergemischt – zur Geschmacksverstärkung.

Erbitterte Gegner, beispielsweise der Lübecker Kinderarzt Michael Hermanussen, versuchen den Beweis zu führen, dass Glutamat ein Gefräßigmacher ist. Ernährungsforscher allerdings beharren bisher noch darauf, dass Glutamat unbedenklich sei. Aufgrund der Datenlage und wenn man ganz sicher gehen will, sollte man diese Substanz jedoch am besten meiden.

Optimale Energieplatzierung
Schlank sein muss nicht gleich Quälerei bedeuten. Wer sich ausgewogen ernährt und seinem Körper ausreichend Bewegung und Entspannung gönnt, liegt auf jeden Fall richtig.
Fragt sich, warum es noch schlanke Menschen gibt. „Bei ihnen ist das Selfish Brain sehr fit“, so Professor Peters. „Nicht weil sie weniger Tütensuppen essen, sondern weil ihr Gehirn die Energieplatzierung perfekt leistet.“ Und was machen alle anderen? So kontrovers die Debatte über die Ursachen von Übergewicht geführt wird, so einig sind sich die Experten in einem zentralen Punkt: Mit frischen Zutaten kochen, sich viel bewegen und für aktive Entspannung sorgen – das sind die Garanten für eine schlanke Figur.

Was steckt wo drin?
Chips, Cappuccino & Co. – einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören. Schuld daran sind Zusatzstoffe. Hier erfahren Sie, was sich in so mancher Leckerei versteckt.

Bunte Schokolade: Reichlich Zucker und Fett mit Aromen und Farbstoffen

  • Bunte Schokolade: Reichlich Zucker und Fett mit Aromen und Farbstoffen
  • Brokkolipasta: Milcheiweißerzeugnis, Gewürze, Hefeextrakt: Dahinter verbirgt sich Glutamat
  • Brokkolicremesuppe: Wenig Grün, viel Geschmacksverstärker
  • Hühner-Nudel-Eintopf: Glutamat, Aroma, Dextrose, Glukosesirup, null Prozent Fleisch, nur etwas Hühnerfett
  • Zimt-Cerealien: Der reinste E-Nummern-Treff – „toller“ Start in den Tag für Kinder! 6 Tomatencremesuppe: „Verfeinert“ mit Milchpulver und Glutamat
  • Joghurt-Gums: Farbstoffe, Süßstoff, Gelatine, Aroma
  • Cappuccino: Rieselstoffe, Aroma, Süßstoff für vollmundigen Genuss
  • Chips: Kartoffelpulver plus an die 20 Zusatzstoffe
  • Erdbeerkaltschale: Damit das Pulver nach Erdbeeren schmeckt, muss viel Aroma hinein, dazu Farbstoff
  • Pudding: Viel Süße (Zucker und Glukose sirup), Milcheiweiß, Rieselstoffe
  • Mint-Schokolade: Eventuell Aluminium (nicht deklariert)
  • Pasta Bolognese: Hier war die Chemie Sieger, von Fleisch kaum eine Spur
  • Kartoffelsnack und Tomatensuppe: Glutamat, Aroma und Süße – alles, was ein Fertiggericht „braucht“

Quelle: FitForFun

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Lebensmittelpyramiden im Überfluss

6.April 2009  |  Kategorie: Wissenswertes  |  Kommentar schreiben  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Bestimmt kennen auch Sie mindestens eine Lebensmittelpyramide. In diesen wollen uns Ernährungsexperten anschaulich darstellen, von welcher Lebensmittelgruppe wir wie viel essen sollten. Die Lebensmittel, die unten im breiten Bereich stehen, sollen häufig gegessen werden, die Lebensmittel, die oben im schmaleren Bereich stehen, sollen seltener gegessen werden. Doch haben Sie sich jemals wirklich daran orientiert? Wahrscheinlich ist es sogar besser, wenn Sie es nicht getan haben. Denn Lebensmittelpyramiden gibt es fast so viele verschiedene wie Ernährungsratschläge. Wie wollen Sie dabei noch erkennen, welche die „Richtige“ ist? (Bild: DGE)

Um das Ganze nicht zu kompliziert zu machen, bleiben wir mit unserer Betrachtung erst einmal in Deutschland. Welche Ernährungspyramide die Richtige ist, das konnten vor 2005 nicht einmal die führenden deutschen Ernährungsberatungsstellen einstimmig bestimmen. Wenigstens das hat sich mit der Einführung einer neuen Pyramide im Jahr 2005 verbessert.  Vorher galten der Ernährungskreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Ernährungspyramide des aid infodienstes als die „richtigen“ Ernährungsschaubilder. Doch diese waren eigentlich immer widersprüchlich. Die DGE hat nämlich immer mehr Obst- und Gemüseportionen und weniger Getreideportionen empfohlen als der aid. Trotzdem wurden sehr viele Broschüren von beiden gemeinsam herausgegeben. Durch die Einführung der neuen Pyramide ist nun auch beim aid das Getreide zu Gunsten von Obst und Gemüse eine Stufe höher gerückt. Den gemeinsamen Broschüren stehen somit in Zukunft keine Widersprüche mehr im Weg.

Doch es gibt noch ganz andere Pyramiden. Hier geht es nicht mehr nur um die Frage, ob mehr Obst und Gemüse oder mehr Getreide gegessen werden soll.

(Bildquelle: was-wir-essen.de)

Der Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm propagiert in seiner LOGI-Pyramide (LOGI = Low Glycemic Index) eine ganz andere Verteilung der einzelnen Lebensmittelgruppen. Er ordnet die Lebensmittel dabei nach ihrem glykämischen Index, das heisst, nach dem Einfluss, den die Lebensmitteln auf den Zuckerspiegel im Blut haben. Worm empfiehlt, vorwiegend Lebensmittel zu essen, die den Blutzuckerspiegel kaum erhöhen. An unterster Stelle steht demnach auch bei Worm Obst und Gemüse. Aber das ist auch so ziemlich das Einzige was mit der neuen Pyramide von DGE und aid übereinstimmt. Denn auf der zweiten Stufe folgen tierische Lebensmittel, sprich Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Das Getreide, das beim aid bis vor kurzem noch an erster Stelle stand, kommt bei Worm erst an dritter und vierter Stelle. Worm unterscheidet hier zwischen Vollkorngetreideprodukten auf Stufe drei und Weißmehlprodukten, Kartoffeln und Süßwaren, die seltener verzehrt werden sollen, auf Stufe vier.
Schauen wir über die Landesgrenze hinaus, finden wir Lebensmittelpyramiden in allen Variationen. Denn andere Länder haben natürlich wieder andere Lebensmittelpyramiden. Die meisten Länder haben ihre landestypische Lebensmittelpyramide, die in den Grundzügen meist der deutschen Pyramide von DGE und aid ähnelt. Zahlreiche Lebensmittelpyramiden und Empfehlungen aus aller Welt finden Sie auf der Internetseite der FOOD AND AGRICULTURE ORGANIZATION (FAO). Bei den Amerikanern bildet Getreide immer noch die breite Basis, auch wenn diese nicht mehr als Basis erkennbar ist, weil die aktuelle amerikanische Pyramide „gekippt“ wurde. Wenn Sie Animationen mögen und Lust auf eine Präsentation der amerikanischen „my Pyramid“ haben, können Sie sich diese hier anschauen. Etwas außergewöhnlich ist, dass Hülsenfrüchte gleich zweimal auftauchen, nämlich in der Gruppe von Gemüse und in der Gruppe von den tierischen Lebensmitteln. Sollen die Amerikaner diese nun eher häufiger oder eher seltener essen? Oder dürfen sie Hülsenfrüchte in rauen Mengen essen, um damit sowohl ihren Bedarf an Gemüse als auch an Fleisch zu decken? Eis ist bei den Milchprodukten gelandet. Wer keine Milch mag, kann also fortan jederzeit genüsslich ein Eis schlemmen. Zucker und Fett pur – Kalorien satt!
Den Amerikanern reicht jedoch eine Pyramide nicht aus. Sie haben immerhin erkannt, dass eine einzige Pyramide nicht für alle Bevölkerungsgruppen geeignet ist. Von dem Vorgängermodell gibt es deswegen spezielle Abwandlungen für Vegetarier, Diabetiker, Kinder, Senioren, Afroamerikaner und Amerikaner asiatischer Abstammung. Diese sollen Besonderheiten, wie der Tatsache, dass Vegetarier kein Fleisch essen, oder Chinesen keine Milch vertragen, gerecht werden. Ganz klar: Wenn Chinesen keine Milch vertragen, kann ihnen niemand ernsthaft empfehlen, täglich Milchprodukte zu essen. Also brauchen die Chinesen eine andere Empfehlung. Aber was heisst das für uns? Müssen wir trotzdem Milch trinken, auch wenn sie uns gar nicht schmeckt? (Lesen Sie dazu auch den Artikel “Milch = gesund oder ungesund?“.) Oder dürfen wir uns dann an den chinesischen Richtlinien orientieren? Wenn ja, warum suchen wir uns dann nicht gleich die Pyramide aus, die unseren Geschmacksvorlieben am ehesten entspricht?

Aber auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten tummeln sich diverse andere Pyramiden, die auf den unterschiedlichsten Ernährungsphilosophien basieren.

(Bildquelle: was-wir-essen.de)

Da gibt es den Vorreiter der LOGI-Pyramide von Worm, die Low Glycemic Index Pyramid von Ludwig. Im Gegensatz zu Worm ist in dieser Pyramide jedoch kein rotes Fleisch enthalten und es sollen mehr Hülsenfrüchte gegessen werden.

(Bildquelle: was-wir-essen.de)

Die Healthy Eating Pyramid von Willett basiert eigentlich auch auf dem glykämischen Index von Lebensmitteln, sieht aber trotzdem ganz anders aus. Hier befindet sich Vollkorngetreide mit pflanzlichen Ölen auf der untersten Ebene. Kurios ist, dass alle weiteren Getreideprodukte ganz oben in der Spitze der Pyramide stehen, so dass es schwer fallen wird, eine entsprechend große Menge an Vollkorn zu essen oder sollen wir etwa ein paar Liter Pflanzenöl trinken? Erst danach kommen Obst und Gemüse, dann Nüsse und Hülsenfrüchte, danach Fisch, Geflügel und Eier. Milchprodukte dürfen bei Willett durch Calciumtabletten ersetzt werden. Außerdem empfiehlt Willett  Multivitaminpräparate, die bei einer ausgewogenen Ernährung völlig überflüssig sind.  Rotes Fleisch, Butter, Süßigkeiten sowie fast alle Getreideprodukte (Brot, Nudeln und Reis) stehen an der Spitze und sollten möglichst gar nicht gegessen werden. Na dann guten Appetit!

(Bildquelle: was-wir-essen.de)

Der Pionier unter den Pyramidenbauern nach dem glykämischen Index ist Atkins. Bei ihm landen kohlenhydratreiche Lebensmittel, also Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Süßigkeiten und Kuchen allesamt an der Spitze der Pyramide und dürfen nur nach anstrengender körperlicher Betätigung vermehrt gegessen werden. Stattdessen sollen eiweißreiche Lebensmittel, wie Eier, Fisch, Fleisch, Geflügel und Sojaprodukte wie Tofu am häufigsten auf den Tisch kommen. Gemüse und Obst bilden die zweite und dritte Ebene, Nüsse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und pflanzliche Öle finden sich in der vierten Stufe.

Jetzt kennen Sie zahlreiche Lebensmittelpyramiden und wissen wahrscheinlich erst recht nicht mehr, an welcher Sie sich orientieren sollen. Am besten wird es sein, Sie werfen alle Pyramiden über Bord und halten sich an die einfache altbewährte Regel: Essen Sie reichlich pflanzliche Lebensmittel, mäßig tierische Lebensmittel und sparsam fettreiche Lebensmittel und Süßwaren.

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Der einfach Weg zu kleineren Portionen

6.April 2009  |  Kategorie: Wissenswertes  |  Kommentar schreiben  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Nicht selten werden wir mit übergroßen Mahlzeiten oder Snacks konfrontiert. Fast-Food Ketten bieten uns die größeren Portionen oft sogar als Schnäppchen an. In Kino gibt es Popcorn nur in gigantischen Abmessungen und Restaurantketten bieten ihre Mahlzeiten als “All you can eat” an. Wo soll das noch hin führen?

Doch nicht nur beim Essen außer Haus tritt die Überportionierung auf, wie in Studien inzwischen nachgewiesen haben wollen. Wir denken inzwischen dass große Kekspackungen oder übervolle Spaghetti-Teller ganz normale Portionen sind. Aber eben diese übergroßen Portionen können ein wichtiger Grund dafür sein, dass es uns so schwer fällt abzunehmen.

Dabei sei es doch so einfach, seine Portionen zu kontrollieren. Und sei es dabei noch nicht einmal notwendig Messbecher oder sonstige Messinstrumente einzusetzen. Der Trick ist zu einfach um wahr zu sein: essen von einem kleineren Teller und mit kleinerem Besteck.

Die Untersuchungen haben festgestellt, dass Nahrung auf kleineren Tellern serviert und mit kleinem Besteck gegessen die Illusion von mehr Nahrung erzeugt und man letzendlich weniger Kalorien zu sich nimmt.
Man isst aus einer kleinen Müslischüssel anstelle aus einer großen Suppenschüssel wenn es den nächsten Eintopf gibt. Oder man serviert das nächste Abendessen auf einem kleineren Teller anstelle des normalen/großen Tellers.

Tauschen man die normalgroße Gabel gegen die Salatgabel und ersetzen den Suppenlöffel gegen einen Teelöffel und man werde sehen dass sich die Nahrungsaufnahme und die Kalorienaufnahme deutlich reduziert. Ändert man die Größe des Essgeschirrs und steuere man auch automatisch die Nachrungsmittelaufnahme – Extrakalorien hätten keine Chance mehr.

Aber mal ehrlich wer hat schon die Gelegenheit regelmäßig zum Puppengeschirr zu greifen?

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Die 5 grössten Diätlügen

5.April 2009  |  Kategorie: Wissenswertes  |  2 Kommentare  |  Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

1. Wer sich zuckerfrei ernährt, kann kaum zunehmen.
Niemand kann sich völlig zuckerfrei ernähren. Stärke wird im Körper in Zucker umwandelt und ist in vielen Lebensmitteln enthalten. wer auf Zucker ganz verzichtet lebt gefährlich, denn Zucker ist der einzige Energielieferant für das Gehirn.

2. Mit vielen kleinen Mahlzeiten verhindert man das Zunehmen.
Bisher ist diese These von keiner Studie bewiesen worden. Ob drei, vier oder fünf Mahlzeiten – es kommt auf die Kalorienanzahl des gesamten Tages an.

3. Nur Fett macht fett.
Totaler Fettverzicht würde tödlich enden. Denn unser Körper braucht Fettsäuren für den Stoffwechsel. Bekommt der Körper zu wenig Fett, gibt es Gallenprobleme.

4. Mit genügend Sport kann man so viel essen, wie man möchte, ohne zuzunehmen.
Sport ist gut geeignet um Kalorien zu verbrennen, aber es sind dann doch nicht so viele, wie man oft gerne denkt. 20 Minuten Joggen schaffen Platz für einen Schokoriegel.

 

5. Abendessen vor 18 Uhr und anschließendeEss-Enthaltsamkeit fördert das abnehmen.
Am Ende des Tages zählt nur die Energiebilanz des gesamten Tages. Um welche Uhrzeit man isst, spielt dabei keine Rolle.