Lebensmittel, die uns schlank machen ohne auf die Menge zu achten und dazu noch schmecken, sind eine tolle Vorstellung. Auch wenn man von Fatburner oder Fettkiller Lebensmitteln spricht, nur alleine mit diesen Lebensmitteln kann man nicht abnehmen. Einzelne Lebensmittel wie Ananas oder auch Kaffee sollen bei der Fettverbrennung helfen, doch zu groß sollte man die Erwartungen nicht setzen. Wir sagen Ihnen, was Sie von einigen Lebensmitteln erwarten können.
Die Ananas wird schon seit langem als Fatburner Lebensmittel beschrieben. Ihre Enzyme sollen die Fettpolster zum Schmelzen bringen. Ebenso wie bei Papyas und Kiwis ist bisher eine solche Wirkung nicht nachgewiesen. Isst man sehr viel Obst, egal ob diese oder andere Sorten, kann das Abnehmen sogar durch zu viel Fruchtzucker behindern. Wer diese Obstsorten in eine fettarme Diät einbaut kann natürlich damit abnehmen. Die ursprüngliche Ananas Diät bestand ausschließlich aus Ananas und Wasser, damit nimmt man schnell ab, ernährt sich aber zu einseitig und das ist auf Dauer ungesund. Die Hollywood Diät kombiniert Ananas mit Fleisch und Fisch und ist eine Low Carb Diät, Brot und Kartoffeln werden streng reduziert, auch damit kann man abnehmen.
Kaffee und einige Teesorten können den Stoffwechsel während einer Diät anregen und damit den Kalorienverbrauch erhöhen. Das geschieht allerdings nur in geringem Umfang. Der Körper gewöhnt sich daran und die Wirkung lässt nach. Ein übermäßiger Konsum an Kaffee und Tee führen zu einer Belastung des Herz-Kreislaufsystems und kann zu Nervosität, zittern und Schlaflosigkeit führen. Mehr als 4-5 Tassen Kaffee ist nicht empfehlenswert.
Scharfe Gewürze wie Chilli, Pfeffer, Ingwer und Paprika fördern die Verdauung an und erleichtern die Fettverdauung. Man geht davon aus, dass diese Scharfmacher auch die Fettverbrennung ankurbeln. Dr. Feil empfiehlt diese Gewürze in seinem Buch „Die Lauf-Diät” unbedingt während der Abnahme zu verwenden und schreibt, dass durch die Energieverarbeitung der Lebensmittel der Energieverbrauch erhöht wird. Allein durch die Verwendung der Gewürze wird man allerdings nicht schlank. Zusätzlich wird auch von Dr. Feil Jod empfohlen, es hilft den Stoffwechsel zu aktivieren. Jod findet man vor allem in Seefisch, da hierzulande wenig Seefisch gegessen wird, gibt es jodiertes Speisesalz. Eine zusätzliche Einnahme von Jod sollte mit dem Arzt abgesprochen werden da einige Menschen eine Jodunverträglichkeit haben und eine Überdosierung von Jod kann sich negativ auf den Organismus auswirken.
Bekannt als Fatburner ist L-Carnitin. Er wird vor allem bei Fitnesssportler verwendet. Carnitin regt die Fettverbrennung in den Muskeln an. Der Körper stellt Carnitin selbst her und benötigt in der Regel kein zusätzliches Carnitin. Leistungssportler haben bei hohen Trainingsbelastungen einen positiven Effekt bei der Regeneration festgestellt und nehmen zusätzlich L Carnitin ein. Zum Abnehmen als Normalsportler ist es nicht notwendig.
Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass es keine Lebensmittel gibt, die unsere Fettpolster zum Schmelzen bringen. Sie können immer nur eine zusätzliche Maßnahme sein und man sollte dabei auf natürliche Lebensmittel setzten und nicht auf irgendwelche Zusatzpräparate. Eine Kaffee nach dem Essen, eine gut gewürzte Mahlzeit und jodhaltiger Fisch bringen die Fettverbrennung auf Trag und mit einer gesunden Ernährung und Sport schmelzen dann auf Dauer die Pfunde. Gerade Sport ist dazu geeignet den Fettanteil im Körper zu senken. Das Fett wir abgebaut und die Muskeln werden aufgebaut.
Im Zeitalter des weltumspannenden Schlankheits- und Fitnesswahns ist Fett zum Schreckgespenst aller Figurbewussten geworden. Zu Recht?
Fett hat ein echtes Imageproblem – viele Diätpläne raten dazu, am besten ganz auf Fett zu verzichten. Es soll nicht nur Schuld an Übergewicht, sondern unter anderem auch an Herz-Kreislauf–Problemen sein. Fakt ist: Zuviel Fett hat negative Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden. Allerdings treten diese Folgen nur dann ein, wenn Sie tatsächlich zu viel Fett essen. Und das tun hierzulande leider die meisten Menschen: Statt der empfohlenen 60 bis 80 Gramm pro Tag (als Faustregel wird zur Aufnahme etwa eines Gramms Fett pro Kilogramm Körpergewicht geraten) bestehen Teile der Nahrung der Mehrzahl der Deutschen aus ungefähr 130 Gramm Fett pro Tag.
Dass fast doppelt soviel Fett wie nötig nicht gesund sein kann, liegt ziemlich nahe.
Abgesehen davon, dass viele Menschen zuviel Fett zu sich nehmen, ist Fett ein essentieller Bestandteil der menschlichen Ernährung. Fette werden nicht nur als Energielieferanten sowie als Träger fettlöslicher Vitamine wie A, D und E gebraucht. Sie sind auch wichtiger Zellbaustoff: Die Membranen der Zellen bestehen teilweise aus Fett.
Fett ist also einer der wichtigsten Nährstoffe, die jeder Mensch zum Leben braucht.
Außer der richtigen Menge an Fett ist auch die Art der Fette von Bedeutung für die Frage, ob es der Gesundheit eher zu- oder abträglich ist.
Fette bestehen hauptsächlich aus unterschiedlichen Fettsäuren (auch Lipide genannt), einige auch aus Cholesterin.
Man unterscheidet dabei zwischen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Um die Unterschiede zwischen den Fettsäuren zu verstehen, muss man wissen, dass natürliche Fettsäuren grundsätzlich aus mehreren Kohlenwasserstoffteilchen bestehen, die in Ketten aneinander hängen.
Gesättigte Fettsäuren
Fettsäuren ohne Doppelbindungen werden gesättigte Fettsäuren genannt. Sie sind besonders stark in Tierprodukten wie Butter enthalten. Diese Fettsäuren werden gern vom Körper gespeichert. Zuviel davon lagert sich an den Zellwänden ab und kann so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Ungesättigte Fettsäuren
Fettsäuren mit Doppelbindungen werden als ungesättigte Fettsäuren bezeichnet. Dabei haben einfach ungesättigte Fettsäuren nur eine Doppelbindung, während mehrfach ungesättigte Fettsäuren zwei oder mehr Doppelbindungen aufweisen. Sie dienen als Bausteine für die Zellmembranen. Außerdem sollen sie die Struktur der Gefäße und Zellmembranen verbessern, so dass das Blut besser durch die Gefäße fließen kann.
Essentielle Fettsäuren
Als “essentiell” werden solche Fettsäuren bezeichnet, die der Körper nicht selbst aus Nahrung gewinnen kann. Hierzu gehört zum Beispiel die zu den Omega-6-Fettsäuren gehörige Linolsäure. Man findet sie vor allem in Traubenkern-, Sonnenblumenkern- und Distelöl.
Linolsäure ist ein wichtiger Baustein der menschlichen Haut
Die Haut (griech. Derma, lat. Cutis) ist mit einer Gesamtfläche von ca. zwei Quadratmetern das größte menschliche Organ.
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. Eine besonders große Rolle spielt Linolsäure in der Epidermis
Die Oberhaut (lat. Epidermis) ist die gefäßlose Außenschicht der Körperhaut, die aus mehreren Zellschichten besteht.
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. Darüberhinaus wird sie im Körper zu Stoffwechselvorgängen benötigt, die Entzündungen des Körpers regulieren. Auch in der Kosmetikindustrie erfreut sich Linolsäure größter Beliebtheit: Äußerlich angewendet soll sie nämlich die Haut vor UV-Licht
UV-Licht (ultraviolettes Licht) oder UV-Strahlung (Ultraviolettstrahlung) ist eine unsichtbare elektromagnetische Strahlung, die entweder durch die Sonne oder künstlich mit Hilfe spezieller UV-Lampen (zum Beispiel im Solarium) erzeugt wird.
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und den daraus entstehenden Schäden wie Pigmentflecken schützen. Es wird sogar darüber diskutiert, ob Linolsäure auch gegen Hautkrebs helfen kann.
Ebenfalls wichtig für Entzündungsprozesse im Körper ist die zu den Omega-3-Fettsäuren gehörende Alpha-Linolensäure, die sich in dem Fett von Fischen wie Makrele, Lachs oder Thunfisch, außerdem in Soja-, Hanf-, Lein- und Rapsöl findet. Omega-3- Fettsäure wird teilweise mit einem verringerten Risiko der Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems in Verbindung gebracht. Der wissenschaftliche Beweis für diesen Zusammenhang konnte bislang jedoch noch nicht erbracht werden.
Was sind Trans-Fette?
Die so genannten Trans-Fette entstehen durch Härtung im industriellen Verarbeitungsprozess. Vor allem finden Sie sich in Chips, gerösteten Erdnüssen und ähnlichen Lebensmitteln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, dass nicht mehr als ein Prozent der Fettzufuhr aus Trans-Fetten bestehen sollte. Diese Trans–Fette erhöhen nämlich den LDL- und HDL-Cholesterol–Spiegel im Blut, die den Bedarf an ungesättigten Fettsäuren erhöhen.
Welches Fett soll ich denn nun essen?
Die DGE empfiehlt, 30 Prozent der täglichen Nahrung aus Fetten zu sich zu nehmen. Dabei sollte man zu etwa je einem Drittel gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren wählen. Das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren sollte 1:5 betragen.
Zum Braten wird von der DGE Rapsöl empfohlen, da es ein besonders günstiges Verhältnis von Fettsäuren enthält.
Mittags hat sie ihren großen Auftritt: Die Stulle! Fast jeder zweite Berufstätige (45 Prozent) greift in der Mittagspause zu Brot, Brötchen oder Sandwich. Darüber hinaus spielen Klappstullen-Klassiker wie Käse- oder Wurstbrote auch in den Frühstücksboxen vieler Schulkinder eine wichtige Rolle. Doch Stulle ist nicht gleich Stulle.
Von der einfachen Schnitte zur Luxusstulle
Eine schlichte Schnitte lässt sich mit wenig Aufwand und ein bisschen Fantasie problemlos in eine „Brotzeit de luxe“ verwandeln.
Erste Etappe – das Brot
Grundlage jeder Stulle und wichtiger Kohlenhydratlieferant. Scheibe für Scheibe liefert es Ballast- und Mineralstoffe. Wie gesund die Brotsorte ist, hängt von ihrem Vollkornanteil ab. Ernährungswissenschaftlerin Hanna-Kathrin Kraaibeek: „Erkundigen Sie sich beim Einkauf, ob das volle Getreidekorn mit verarbeitet ist. Hier lagern die wertvollsten Inhaltsstoffe. Je mehr Vollkorn, desto gesünder.“ Auch die Körner auf dem Brot haben es in sich: Sesam enthält beispielsweise viel Kalzium. Sonnenblumen- und Kürbiskerne liefern ungesättigte Fettsäuren, die sich günstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.
Cleverer Brotbelag
Wer seinen Hunger gesund stillen möchte, sollte seine Stulle clever belegen. Eine ausgewogene Zusammenstellung fördert Konzentration, Fitness und gute Laune. Zeitmangel lässt die Ernährungswissenschaftlerin dabei nicht gelten: „Schon 30 Minuten genügen – beispielsweise für die Zubereitung eines selbst gemachten Brotaufstrichs. Die Zeit ist auch ausreichend, um zu essen und neue Kräfte zu tanken.“ Ob Nuss-Frischkäse oder Paprika-Creme: Gesunde Zutaten machen jedes Brot flotter – vom Roggen-Knäckebrot bis zur Laugenbrezel. Frische Kräuter wie Zitronenmelisse oder Sprossen geben den geschmacklichen Feinschliff und liefern Vitamine.
Käsestulle mit neuer Unterlage
Fans des klassischen Käsebrots können öfter mal mit neuen Varianten experimentieren. Anstelle von Butter bringen fettarme Brotaufstriche ganz neue Geschmackserlebnisse: Wie wäre es beispielsweise, süßen Senf, Tomatenmark oder Mangochutney unter den Lieblingskäse zu streichen? Vielleicht auch so: Feige und Traube in der einen, Käsestulle in der anderen Hand – fertig ist das perfekte Trio!
Beim Wurstbrot genau hingucken
Geht es um die Wurst, ist entscheidend, was unter der Pelle steckt. Denn nicht jede Wurstsorte ist gesund. Magere Varianten wie beispielsweise Geflügelwurst, Lachsschinken oder Corned Beef schonen die Blutfettwerte und sind besser geeignet als Fleisch- oder Leberwurst. Wer die Wurst satt hat, kann zur Abwechslung auf Fisch setzen. Die Fettsäuren aus Thunfisch oder Lachs sind ein wichtiger Bestandteil der Nervenzellmembranen im Gehirn: So behalten Feinschmecker auch noch am Nachmittag einen klaren Kopf.
Coole Klappstulle für die Pause
Zugegeben: Es ist nicht leicht, Schulkinder von den Vorzügen einer vollwertigen Zwischenmahlzeit zu überzeugen. Was bei kleinen Gourmets dagegen zählt, sind bunte Farben, Fingerfood und viel Abwechslung. Wenn beispielsweise der Frischkäse ein Gesicht aus Schnittlauch hat, überzeugt das die kleinen Esser mehr als die Mahnung der Mama, doch ja das Schulbrot nicht zu vergessen. Idealerweise besteht der Snack für die Pause aus einem Vollkornbrot, dünn mit Butter oder Frischkäse bestrichen und belegt mit Käse, magerem Schinken oder fettarmer Wurst. Abwechslung schafft auch hier von Zeit zu Zeit ein vegetarischer Brotaufstrich. Joghurt, Quark oder Milchgetränke liefern Kalzium und sind eine gute Quelle für die Mineralstoffe Magnesium, Zink und Jod. Verpackt in einer bunten Brotdose findet auch der coolste Steppke Klappstullen klasse!
Fette sind nicht gleich Fette, denn ohne sie können wir nicht leben – allerdings tun uns nicht alle gleich gut, schon gar nicht im Übermass.

Vorsicht: Zu viel Fett kann uns umhauen…
(Bild: Pixelio/Vex)
Sie sind heimtückisch, denn sie verstecken sich – gut getarnt – in unterschiedlichsten Lebensmitteln. Wer denkt beim Biss in einen saftigen Cake schon an das grosse Stück Butter, das in der feinen Backware enthalten ist?
Ausgerechnet das Fett macht unsere Speisen so schmackhaft, denn es dient als Geschmacksträger. Zum Leidwesen vieler, bei denen der übermässige Genuss dieser Leckerein Spuren an Bauch, Beinen und Po hinterlässt.
Ein weiterer, noch bedenklicher Grund dafür, den Verzehr fettreicher Spiesen einzuschränken, sind mögliche Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Rheuma und Arthritis. Besonders sogenannte «schlechte» Fette, die vornehmlich in Fast-Food enthalten sind, können unserm Körper langfristig schaden. Wenn schon Fett, dann gesund! Bestimmte Öle tun unseren Gefässen sogar gut: Beispielsweise Olivenöl oder die in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind gut für unseren Organismus. Mehreren klinischen Studien zufolge, soll Omega 3 sogar einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System haben.
Im Rahmen einer Metaanalyse mit 1,5 Millionen Teilnehmern wurde bestätigt dass eine mediterrane Ernährung einen nachweisbare positive Wirkung hat. Durch mediterrane Ernährung sinkt die Krebssterberate, auch die Raten für Alzheimer und Parkinson sind deutlich reduziert.
Die Ergebnisse der Studie im Detail:
- 9 % niedrigere Gesamtsterberate mit mediterraner Diät
- 9 % geringere Sterberate durch kardiovaskuläre (Herz-Kreislaufbedingte) Ereignisse
- 6 % verringerte Krebssterberate
- 13 % weniger Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen
Mittelmeerkost besteht aus Getreide, Fisch, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, moderatem Rotweinkonsum sowie Olivenöl. Rotes und verarbeitetes Fleisch gehören nicht zur Mittelmeerdiät, auch keine Milchprodukte.
Eine mediterrane Diät scheint demach ideal zur Prävention der oben aufgelisteten chronischen Erkrankungen zu sein.
Die kompletten Studienergebnisse können hier nachgelesen werden.
Obwohl wir Kalorien zählen, Fett reduzieren und wenig Kohlenhydrate zuführen, werden wir immer dicker. Schuld könnten Zusatzstoffe in unserem Essen sein.
Geahnt haben wir es ja schon. Aber jetzt gibt es tatsächlich sehr reale Hinweise darauf, dass wir gar nicht so viel dafür können, wenn wir Speck ansetzen. Sondern dass wir dick gemacht werden. Und zwar unter anderem durch Zusatzstoffe in unserer Nahrung, die unser Gehirn verwirren. Wie? Sie richten in den Schaltzentralen durch falsche Signale nachhaltig Unheil an. Zum Beispiel versetzen sie das Gehirn derart in Erregung, dass es sich ständig von Unterversorgung bedroht sieht. Dann fordert es Essen – und wir gehorchen. Auch wenn der Rest des Körpers längst genug hat.
Deswegen werden wir dick. Zu utopisch, um wirklich wahr zu sein? Legionen von Wissenschaftlern sind der Frage auf der Spur, wie der Körper Nahrung zerlegt, an den Organismus weitergibt und so für seinen Fortbestand sorgt. Immer wichtiger wird der Aspekt, dass immer mehr Menschen so dick werden, dass sich daraus handfeste volkswirtschaftliche Belastungen ergeben – von den individuellen Problemen mal ganz abgesehen, die 20 Kilo Übergewicht und mehr mit sich bringen.
Geheimnis Stoffwechsel
Wie kann das sein, da doch gleichzeitig allerorten das Lied der gesunden Ernährung gesungen wird, die Zahl der Fitness-Studios ständig steigt und nur noch wagemutige Gourmets zu Vollfettrohmilchkäse statt zur Fünf-Prozent-Variante greifen? Es muss also irgendwo im Ernährungskreislauf heimliche Dickmacher geben, die uns die Modelfigur versauen.
Glutamat ist so ein Stoff, der immer wieder als Störer und Dickmacher ins Feld geführt wird. Der Journalist und Autor Hans-Ulrich Grimm nennt in seinem neuen Buch „Die Kalorienlüge“ noch andere Stoffe: „Aromen, Aluminium, Süßstoff und Weichmacher betrügen unseren Körper und stören die Appetitregulierung. Mit Fertignahrung nehmen wir sie unkontrolliert auf und setzen so die Übergewichtsspirale in Gang.“ Was ist dran an dieser Theorie?
Das selbstsüchtige Gehirn
Brain first! Solange unser Gehirn versorgt ist, sendet es keine Hungersignale. Faktoren wie Alkohol, TV oder falsches Essen können diese Mechanismen allerdings stören.
Professor Dr. Achim Peters erforscht an der Universität Lübeck die Entstehung von Übergewicht. Seine Untersuchungen basieren auf der von ihm entwickelten Theorie vom „Selfish Brain“, dem selbstsüchtigen Hirn. Das Gehirn versorgt sich selbst nämlich immer zuerst, indem es sich die Energie in Form von Glukose aus der Nahrung zieht – jedenfalls solange es fit ist und ungestört arbeiten kann. Erst danach kommen die anderen Organe dran.
Sind diese Mechanismen gestört, fließt die Energie zuerst in die anderen Organe – das Gehirn reagiert mit Hungersignalen. Es versorgt sich dann nicht mit dem Vorhandenen, sondern lässt von außen, durch Essen, neue Energie ankarren. Diese Störung führt schließlich zu Übergewicht. Einige Störer haben die Lübecker wissenschaftlich dingfest gemacht. Dazu gehören Hirntumore und Gendefekte sowie Traumata und chronischer psychosozialer Stress wie Einsamkeit oder Arbeitslosigkeit, der durch Alkohol, Fernsehen oder Schlafen und Essen begleitet wird.
Hunger statt Sättigung
Bestimmte Zusatzstoffe gaukeln dem Gehirn Energie vor, die in der Realität nicht geliefert wird. Häufig hat diese Schummelei Fressattacken und Übergewicht zur Folge.
Schwieriger ist die Beweislage bei Störern aus der Nahrung. Hans-Ulrich Grimm stellt eine Verbindung her zwischen sogenannten endokrinen Störern, also Weichmachern in Plastik, die hormonell wirken sollen, und Störungen in der Appetit-Sättigungs-Regulierung. Dazu Professor Peters: „Die Forschung auf diesem Gebiet steht noch am Anfang. Dass diese Stoffe Übergewicht auslösen könnten, ist zurzeit lediglich ein Denkansatz, den man ein beziehen kann. Dasselbe gilt auch für Aluminium.“
Er selbst forscht nicht auf diesem Gebiet. Tierversuche zu Bisphenol A, einem so genannten Plastikhormon, zeigten allerdings, dass die Aufnahme dieses Stoffs allein mit dem Trinkwasser zu Fresssucht und damit zu Übergewicht führen kann. Zumindest bei Ratten! Ebenfalls bei Ratten erforscht sind Falschsignale, die durch Süßstoff gegeben werden können. Man weiß inzwischen, dass Sensoren auf der Zunge auf Süßstoff mit einem Signal ans Gehirn reagieren, das Energie ankündigt.
Umstrittenes Glutamat
Leider kommt dann im Fall von Süßstoff keine wirkliche Energie, sondern nur ein kalorienfreies Molekül. Das Gehirn aktiviert aber schon mal den Stoffwechselprozess inklusive Insulinausschüttung – und läuft ins Leere. Das Ergebnis: Irritation. Eine Reaktion auf diese Verunsicherung ist vermehrtes Essen, mit Übergewicht als Folgeerscheinung. Bleibt das umstrittene Glutamat, das Hans-Ulrich Grimm ebenfalls mit Übergewicht in Verbindung bringt. Die natürlicherweise in allen proteinhaltigen Lebensmitteln enthaltene Aminosäure wird von der Nahrungsmittelindustrie jeder Tütensuppe und auch jedem Fertiggericht tonnenweise untergemischt – zur Geschmacksverstärkung.
Erbitterte Gegner, beispielsweise der Lübecker Kinderarzt Michael Hermanussen, versuchen den Beweis zu führen, dass Glutamat ein Gefräßigmacher ist. Ernährungsforscher allerdings beharren bisher noch darauf, dass Glutamat unbedenklich sei. Aufgrund der Datenlage und wenn man ganz sicher gehen will, sollte man diese Substanz jedoch am besten meiden.
Optimale Energieplatzierung
Schlank sein muss nicht gleich Quälerei bedeuten. Wer sich ausgewogen ernährt und seinem Körper ausreichend Bewegung und Entspannung gönnt, liegt auf jeden Fall richtig.
Fragt sich, warum es noch schlanke Menschen gibt. „Bei ihnen ist das Selfish Brain sehr fit“, so Professor Peters. „Nicht weil sie weniger Tütensuppen essen, sondern weil ihr Gehirn die Energieplatzierung perfekt leistet.“ Und was machen alle anderen? So kontrovers die Debatte über die Ursachen von Übergewicht geführt wird, so einig sind sich die Experten in einem zentralen Punkt: Mit frischen Zutaten kochen, sich viel bewegen und für aktive Entspannung sorgen – das sind die Garanten für eine schlanke Figur.
Was steckt wo drin?
Chips, Cappuccino & Co. – einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören. Schuld daran sind Zusatzstoffe. Hier erfahren Sie, was sich in so mancher Leckerei versteckt.
Bunte Schokolade: Reichlich Zucker und Fett mit Aromen und Farbstoffen
- Bunte Schokolade: Reichlich Zucker und Fett mit Aromen und Farbstoffen
- Brokkolipasta: Milcheiweißerzeugnis, Gewürze, Hefeextrakt: Dahinter verbirgt sich Glutamat
- Brokkolicremesuppe: Wenig Grün, viel Geschmacksverstärker
- Hühner-Nudel-Eintopf: Glutamat, Aroma, Dextrose, Glukosesirup, null Prozent Fleisch, nur etwas Hühnerfett
- Zimt-Cerealien: Der reinste E-Nummern-Treff – „toller“ Start in den Tag für Kinder! 6 Tomatencremesuppe: „Verfeinert“ mit Milchpulver und Glutamat
- Joghurt-Gums: Farbstoffe, Süßstoff, Gelatine, Aroma
- Cappuccino: Rieselstoffe, Aroma, Süßstoff für vollmundigen Genuss
- Chips: Kartoffelpulver plus an die 20 Zusatzstoffe
- Erdbeerkaltschale: Damit das Pulver nach Erdbeeren schmeckt, muss viel Aroma hinein, dazu Farbstoff
- Pudding: Viel Süße (Zucker und Glukose sirup), Milcheiweiß, Rieselstoffe
- Mint-Schokolade: Eventuell Aluminium (nicht deklariert)
- Pasta Bolognese: Hier war die Chemie Sieger, von Fleisch kaum eine Spur
- Kartoffelsnack und Tomatensuppe: Glutamat, Aroma und Süße – alles, was ein Fertiggericht „braucht“
Quelle: FitForFun
Bestimmt kennen auch Sie mindestens eine Lebensmittelpyramide. In diesen wollen uns Ernährungsexperten anschaulich darstellen, von welcher Lebensmittelgruppe wir wie viel essen sollten. Die Lebensmittel, die unten im breiten Bereich stehen, sollen häufig gegessen werden, die Lebensmittel, die oben im schmaleren Bereich stehen, sollen seltener gegessen werden. Doch haben Sie sich jemals wirklich daran orientiert? Wahrscheinlich ist es sogar besser, wenn Sie es nicht getan haben. Denn Lebensmittelpyramiden gibt es fast so viele verschiedene wie Ernährungsratschläge. Wie wollen Sie dabei noch erkennen, welche die „Richtige“ ist? (Bild: DGE)
Um das Ganze nicht zu kompliziert zu machen, bleiben wir mit unserer Betrachtung erst einmal in Deutschland. Welche Ernährungspyramide die Richtige ist, das konnten vor 2005 nicht einmal die führenden deutschen Ernährungsberatungsstellen einstimmig bestimmen. Wenigstens das hat sich mit der Einführung einer neuen Pyramide im Jahr 2005 verbessert. Vorher galten der Ernährungskreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Ernährungspyramide des aid infodienstes als die „richtigen“ Ernährungsschaubilder. Doch diese waren eigentlich immer widersprüchlich. Die DGE hat nämlich immer mehr Obst- und Gemüseportionen und weniger Getreideportionen empfohlen als der aid. Trotzdem wurden sehr viele Broschüren von beiden gemeinsam herausgegeben. Durch die Einführung der neuen Pyramide ist nun auch beim aid das Getreide zu Gunsten von Obst und Gemüse eine Stufe höher gerückt. Den gemeinsamen Broschüren stehen somit in Zukunft keine Widersprüche mehr im Weg.
Doch es gibt noch ganz andere Pyramiden. Hier geht es nicht mehr nur um die Frage, ob mehr Obst und Gemüse oder mehr Getreide gegessen werden soll.
(Bildquelle: was-wir-essen.de)
Der Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm propagiert in seiner LOGI-Pyramide (LOGI = Low Glycemic Index) eine ganz andere Verteilung der einzelnen Lebensmittelgruppen. Er ordnet die Lebensmittel dabei nach ihrem glykämischen Index, das heisst, nach dem Einfluss, den die Lebensmitteln auf den Zuckerspiegel im Blut haben. Worm empfiehlt, vorwiegend Lebensmittel zu essen, die den Blutzuckerspiegel kaum erhöhen. An unterster Stelle steht demnach auch bei Worm Obst und Gemüse. Aber das ist auch so ziemlich das Einzige was mit der neuen Pyramide von DGE und aid übereinstimmt. Denn auf der zweiten Stufe folgen tierische Lebensmittel, sprich Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Das Getreide, das beim aid bis vor kurzem noch an erster Stelle stand, kommt bei Worm erst an dritter und vierter Stelle. Worm unterscheidet hier zwischen Vollkorngetreideprodukten auf Stufe drei und Weißmehlprodukten, Kartoffeln und Süßwaren, die seltener verzehrt werden sollen, auf Stufe vier.
Schauen wir über die Landesgrenze hinaus, finden wir Lebensmittelpyramiden in allen Variationen. Denn andere Länder haben natürlich wieder andere Lebensmittelpyramiden. Die meisten Länder haben ihre landestypische Lebensmittelpyramide, die in den Grundzügen meist der deutschen Pyramide von DGE und aid ähnelt. Zahlreiche Lebensmittelpyramiden und Empfehlungen aus aller Welt finden Sie auf der Internetseite der
FOOD AND AGRICULTURE ORGANIZATION (FAO). Bei den Amerikanern bildet Getreide immer noch die breite Basis, auch wenn diese nicht mehr als Basis erkennbar ist, weil die aktuelle amerikanische Pyramide „gekippt“ wurde. Wenn Sie Animationen mögen und Lust auf eine Präsentation der amerikanischen „my Pyramid“ haben, können Sie sich diese
hier anschauen. Etwas außergewöhnlich ist, dass Hülsenfrüchte gleich zweimal auftauchen, nämlich in der Gruppe von Gemüse und in der Gruppe von den tierischen Lebensmitteln. Sollen die Amerikaner diese nun eher häufiger oder eher seltener essen? Oder dürfen sie Hülsenfrüchte in rauen Mengen essen, um damit sowohl ihren Bedarf an Gemüse als auch an Fleisch zu decken? Eis ist bei den Milchprodukten gelandet. Wer keine Milch mag, kann also fortan jederzeit genüsslich ein Eis schlemmen. Zucker und Fett pur – Kalorien satt!
Den Amerikanern reicht jedoch eine Pyramide nicht aus. Sie haben immerhin erkannt, dass eine einzige Pyramide nicht für alle Bevölkerungsgruppen geeignet ist. Von dem Vorgängermodell gibt es deswegen spezielle Abwandlungen für Vegetarier, Diabetiker, Kinder, Senioren, Afroamerikaner und Amerikaner asiatischer Abstammung. Diese sollen Besonderheiten, wie der Tatsache, dass Vegetarier kein Fleisch essen, oder Chinesen keine Milch vertragen, gerecht werden. Ganz klar: Wenn Chinesen keine Milch vertragen, kann ihnen niemand ernsthaft empfehlen, täglich Milchprodukte zu essen. Also brauchen die Chinesen eine andere Empfehlung. Aber was heisst das für uns? Müssen wir trotzdem Milch trinken, auch wenn sie uns gar nicht schmeckt? (
Lesen Sie dazu auch den Artikel “Milch = gesund oder ungesund?“.) Oder dürfen wir uns dann an den chinesischen Richtlinien orientieren? Wenn ja, warum suchen wir uns dann nicht gleich die Pyramide aus, die unseren Geschmacksvorlieben am ehesten entspricht?
Aber auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten tummeln sich diverse andere Pyramiden, die auf den unterschiedlichsten Ernährungsphilosophien basieren.
(Bildquelle: was-wir-essen.de)
Da gibt es den Vorreiter der LOGI-Pyramide von Worm, die Low Glycemic Index Pyramid von Ludwig. Im Gegensatz zu Worm ist in dieser Pyramide jedoch kein rotes Fleisch enthalten und es sollen mehr Hülsenfrüchte gegessen werden.
(Bildquelle: was-wir-essen.de)
Die Healthy Eating Pyramid von Willett basiert eigentlich auch auf dem glykämischen Index von Lebensmitteln, sieht aber trotzdem ganz anders aus. Hier befindet sich Vollkorngetreide mit pflanzlichen Ölen auf der untersten Ebene. Kurios ist, dass alle weiteren Getreideprodukte ganz oben in der Spitze der Pyramide stehen, so dass es schwer fallen wird, eine entsprechend große Menge an Vollkorn zu essen oder sollen wir etwa ein paar Liter Pflanzenöl trinken? Erst danach kommen Obst und Gemüse, dann Nüsse und Hülsenfrüchte, danach Fisch, Geflügel und Eier. Milchprodukte dürfen bei Willett durch Calciumtabletten ersetzt werden. Außerdem empfiehlt Willett Multivitaminpräparate, die bei einer ausgewogenen Ernährung völlig überflüssig sind. Rotes Fleisch, Butter, Süßigkeiten sowie fast alle Getreideprodukte (Brot, Nudeln und Reis) stehen an der Spitze und sollten möglichst gar nicht gegessen werden. Na dann guten Appetit!
(Bildquelle: was-wir-essen.de)
Der Pionier unter den Pyramidenbauern nach dem glykämischen Index ist Atkins. Bei ihm landen kohlenhydratreiche Lebensmittel, also Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Süßigkeiten und Kuchen allesamt an der Spitze der Pyramide und dürfen nur nach anstrengender körperlicher Betätigung vermehrt gegessen werden. Stattdessen sollen eiweißreiche Lebensmittel, wie Eier, Fisch, Fleisch, Geflügel und Sojaprodukte wie Tofu am häufigsten auf den Tisch kommen. Gemüse und Obst bilden die zweite und dritte Ebene, Nüsse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und pflanzliche Öle finden sich in der vierten Stufe.
Jetzt kennen Sie zahlreiche Lebensmittelpyramiden und wissen wahrscheinlich erst recht nicht mehr, an welcher Sie sich orientieren sollen. Am besten wird es sein, Sie werfen alle Pyramiden über Bord und halten sich an die einfache altbewährte Regel: Essen Sie reichlich pflanzliche Lebensmittel, mäßig tierische Lebensmittel und sparsam fettreiche Lebensmittel und Süßwaren.
Nicht selten werden wir mit übergroßen Mahlzeiten oder Snacks konfrontiert. Fast-Food Ketten bieten uns die größeren Portionen oft sogar als Schnäppchen an. In Kino gibt es Popcorn nur in gigantischen Abmessungen und Restaurantketten bieten ihre Mahlzeiten als “All you can eat” an. Wo soll das noch hin führen?
Doch nicht nur beim Essen außer Haus tritt die Überportionierung auf, wie in Studien inzwischen nachgewiesen haben wollen. Wir denken inzwischen dass große Kekspackungen oder übervolle Spaghetti-Teller ganz normale Portionen sind. Aber eben diese übergroßen Portionen können ein wichtiger Grund dafür sein, dass es uns so schwer fällt abzunehmen.
Dabei sei es doch so einfach, seine Portionen zu kontrollieren. Und sei es dabei noch nicht einmal notwendig Messbecher oder sonstige Messinstrumente einzusetzen. Der Trick ist zu einfach um wahr zu sein: essen von einem kleineren Teller und mit kleinerem Besteck.
Die Untersuchungen haben festgestellt, dass Nahrung auf kleineren Tellern serviert und mit kleinem Besteck gegessen die Illusion von mehr Nahrung erzeugt und man letzendlich weniger Kalorien zu sich nimmt.
Man isst aus einer kleinen Müslischüssel anstelle aus einer großen Suppenschüssel wenn es den nächsten Eintopf gibt. Oder man serviert das nächste Abendessen auf einem kleineren Teller anstelle des normalen/großen Tellers.
Tauschen man die normalgroße Gabel gegen die Salatgabel und ersetzen den Suppenlöffel gegen einen Teelöffel und man werde sehen dass sich die Nahrungsaufnahme und die Kalorienaufnahme deutlich reduziert. Ändert man die Größe des Essgeschirrs und steuere man auch automatisch die Nachrungsmittelaufnahme – Extrakalorien hätten keine Chance mehr.
Aber mal ehrlich wer hat schon die Gelegenheit regelmäßig zum Puppengeschirr zu greifen?
Wer abnehmen möchte und die überflüssigen Pfunde am Bauch und an den Hüften los werden möchte, kann viele Kalorien über den Tag sparen, wenn er weniger Fett isst. Dazu braucht man nicht unbedingt streng auf die Kalorien zu achten. Die sichtbaren Fette kann man vermeiden in dem man sie weglässt. Besondere Aufmerksamkeit braucht man, bei Lebensmitteln, die nicht auf den ersten Blick als fettreich zu erkennen sind, Fettfallen lauern überall. Hier ein paar Tipps, fettreiche Lebensmittel zu erkennen und zu entschärfen.
Fettarm essen und abnehmen mit unseren Tipps:
- Bei Fleisch gibt es sowohl sichtbares als auch unsichtbares Fett. Bei sichtbarem Fett hat man es einfach, man kann es einfach abschneiden. Magere Fleischsorten sind Schnitzel, Filet, Rouladen oder magerer Braten. Die fettreichen Stücke sind meist preiswerter.
- Geflügelfleisch ist mager, das Fett befindet sich in der Haut. Wenn Sie die Haut abnehmen sparen Sie das meiste Fett ein. Als schnelles Essen bietet sich ein halbes Hähnchen an, ziehen Sie einfach die Haut ab. (Auch wenn Sie meinen, es ist das beste man Hähnchen)
- Wurst und Käse wird in den meisten Haushalten täglich gegessen. Die meisten Sorten enthalten viel Fett. Bei Käse können Sie die fettarmen Varianten wählen. Fettreiche Wurstsorten sind Salami, Leberwurst, Fleischwurst und Mettwurst. Die fettarmen Varianten sind Schinken, Bratenaufschnitt und Corned Beef.
- Wer im Sommer gerne grillt, sollte auf die Würstchen verzichten. Nehmen Sie statt dessen magere Fleischsorten in Kombination mit Gemüse.
- Salzige Naschereien wie Chips, Flips oder auch Erdnüsse enthalten viel Fett. Als Alternative bieten sich Salzstangen oder selbstgemachtes Popcorn aus Popcornmais. Dieses Popcorn ist fettfrei und man kann es je nach Geschmack süß oder salzig würzen.
- Der Fettanteil in Pizza wird vor allem durch den Belag beeinflusst. Pizza mit Thunfisch, Salami oder Schinken ist sehr fett. Nehmen Sie statt dessen Gemüse als Belag. Käse enthält viel Fett gehört aber zur Pizza, nehmen Sie wenig Käse.
- Süßigkeiten wie Schokolade, Nougat oder Marzipan enthalten viel Fett. Da gibt es kaum Möglichkeiten zu sparen. Auch die Bitterschokolade enthält viel Fett. Da hilft nur wenig von den leckeren Süßigkeiten essen. Fettarme Süßigkeiten sind Weingummi, Lakritz, Trockenfrüchte und einige Eissorten. Aber Vorsicht, Zucker ist in diesen Süßigkeiten vorhanden.
- Essen Sie gerne Soßen? Ist verständlich, egal ob zum Grillen, Braten oder zu Gemüse, mit Soße schmeckt es einfach besser. Doch Sie sind wahre Dickmacher. Essen Sie nur wenig von der Soße. Wenn Sie selber kochen, können Sie das Fett nach dem Erkalten abschöpfen. Versuchen Sie selbstgemachte Soßen mit Milch, Joghurt oder saure Sahne anzurühren, statt Sahne oder Butter, das schmeckt genauso gut und ist deutlich fettärmer.
- Bei Milch oder Milchprodukten ist das Fett sparen einfach. Die Angabe des Fettgehaltes steht auf der Verpackung. Nehmen Sie Milch oder Joghurt mit 1,5 % oder weniger Fett, Quark mit maximal 10 %.
- Fast Food gehört zum Leben dazu. Um fettarm Fast Food zu essen, sollte man auf Würstchen, Giros und Cheesburger verzichten. Salat oder einfache Burger enthalten weniger Fett, belegte Vollkornbrötchen mit magerem Belag sind ebenfalls zu empfehlen.
- Verzichten Sie auf panierte, frittierte und überbackene Gerichte.
- Statt Streichfett auf Brot oder Brötchen können Sie Salatcreme, Senf oder Tomatenmark verwenden.
Fettarm essen bedeutet nicht, komplett auf Fett zu verzichten. Kleine Mengen Fett benötigt der Körper. Wer gesund abnehmen möchte, sollte hochwertiges Fett wie kaltgepresstes Öl in kleinen Mengen verwenden. Als Richtschnur sollten Sie 2-3 Teelöffel Öl, Margarine oder Butter verwenden.
Laut einer Studie an der Tufts Universität in Boston sind Fettarme Diäten und kohlenhydratarme Diäten gleich effektiv. In der kontrollierten Studie wurden Gewicht, Körperzusammensetzung, Blutwerte und Durchhaltevermögen von 29 leicht übergewichtigen Erwachsenen untersucht.
Dabei wurde eine Diät mit hohem Kohlenhydrat- (60% der Energie) und niedrigem Fettgehalt (20% der Energie) mit einer so genannten Low-Carb-Diät verglichen. Diese bestand aus einem hohen Proteinanteil (30% der Energie) und wenig Kohlenhydraten (40% der Energie). Während Low-Carb-Diäten in bisherigen Studien über kurze Zeiträume bis zu einem halben Jahr meistens erfolgreicher abschnitten, konnten der vorliegenden Untersuchung über die gesamte Studiendauer von einem Jahr keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden.
Die Studienteilnehmer mit Low-Carb-Diät hatten nach einem halben Jahr zwar ein Kilo weniger auf der Waage, im zweiten Halbjahr legten sie aber schneller wieder an Gewicht zu. Die Gewichtsabnahme am Ende der Studie war daher bei beiden Gruppen mit etwa acht Kilogramm gleich hoch.
Medizinische Parameter wie Cholesterinspiegel und Blutzuckerwerte verbesserten sich bei beiden Diätvarianten gleichermaßen. Beide Diätformen erbringen den gleichen Effekt. Personen, die abnehmen möchten, können also die Variante wählen, die ihnen am meisten liegt.